Raum und Zeit für Lernerfolg

Kategorie: Neues und Interessantes (Seite 1 von 4)

Gibts neue Erkenntnisse, spannende Best-Practice Beispiele, interessante Beiträge in den Medien zu den Themen Lese- Rechtschreibschwäche, Legasthenie, Dyskalkulie weltweit.

Die Schulen öffnen wieder

Ab 4. Mai beginnt der „reguläre“ Unterricht also wieder.  Vorerst für die  Abschlussklassen, Volksschule und Unterstufen folgen Mitte Mai, alle anderen im Juni. Es soll keine Schularbeiten und keinen Nachmittagsunterricht geben, der Unterricht selbst soll im Schichtbetrieb stattfinden. Das sind die organisatorischen Rahmenbedingungen. Für alle die es interessiert, die hygienischen Rahmenbedingungen wie vom Ministerium auferlegt, sind hier zu finden.

Schule daheim – das Organisatorische

Distance Learning, Online learning oder E-Learning … lauter Begriffe, die umschreiben, was derzeit im besten Falle in allen Familien mit Schüler*innen passieren sollte: Es sollte gelernt werden, und zwar daheim, nach Anleitung der Lehrer*innen, die bei sich daheim sind. Nachdem mein Mann und ich mehrere Bücher zum Thema E-Learning geschrieben haben, wir beide von zuhause arbeiten und bestens mit der erforderlichen Hard- und Software ausgestattet sind, sollte es doch für uns kein Problem sein, diese Herausforderung gemeinsam mit unserer Tochter zu meistern. Möchte man meinen. 😉

Bei uns sieht die Situation derzeit so aus, dass wir täglich nachsehen, was denn per Mail, Moodle, Webuntis und Microsoft Teams an Aufgaben hereinkommt. Immerhin gibt es seit Ostern eine Art Wochenplan, in den sich bereits mehr als die Hälfte der Lehrer*innen eingetragen haben, es ist einfacher, die Aufgaben zusammenzutragen, als vor Ostern. Vor Ostern, als es sowohl bei uns als auch von Schulseite her noch chaotischer ablief, da hatten wir auch Aufgaben übersehen, das Abgabedatum überschritten (wohl gemerkt: Lernprofis, Eltern verfügbar).

Über die Ferien haben wir uns auch besser auf die neue Situation eingestellt und einiges Organisatorische eingeführt:

  • Mehr oder weniger fixe „Schulzeiten“
    Es darf ausgeschlafen werden, doch ab 9.30 wird für die Schule gearbeitet. Die erste Tätigkeit jedesTages besteht darin nachzusehen, ob neue Arbeitsaufträge eingelangt sind, diese wenn erforderlich auszudrucken und den Abgabetermin in den Kalender einzutragen. Danach im Kalender nachsehen: welcher Abgabetermin steht bevor, was steht also heute auf dem Programm. Nun kann gearbeitet werden.
    Jeder „Schultag“ endet damit, dass erledigte Arbeitsaufträge im Kalender abgehakt und verschickt werden (juchee, ein gutes Gefühl!), nochmals alle Eingangskanäle gecheckt werden, obs Neuigkeiten gibt und was am nächsten Tag wichtig sein wird.
  • Umgang mit Materialien
    Alle zu erledigenden Aufgaben sind – nach Fächern geordnet – in einer Ordnermappe (siehe Titelbild) aufbewahrt. Natürlich eignet sich ein Ordner mit Trennblättern genauso. Wichtig ist, dass dieser Ordner stets einen Überblick bietet, was zu erledigen ist. In die einzelnen Fächer kommen die Blätter mit den Arbeitsaufgaben oder, falls die Aufgaben online durchzuführen sind, eine kurze Notiz, wo diese zu finden sind.
    Erledigte und verschickte Aufgaben werden gleich in die jeweiligen Schulhefte und -mappen eingelegt. So haben wir es geschafft, das Durcheinander an Papier und Aufgaben weitgehend zu vermeiden.
  • Termine
    So gut wie jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Handy mit Kalenderfunktion. Dort werden alle Termine (wann muss etwas abgegeben werden, wann trifft man sich online etc.) eingetragen.

Das also zur Organisation dessen, was eigentlich getan werden sollte: wie das Lernen funktioniert, berichte ich in den nächsten Tagen.

Ich freue mich über Fragen, Kommentare und Anregungen. Viel Erfolg! 🙂

 

In den nächsten Wochen ..

Die Schulen sind geschlossen, auch ich darf den LernRaum  derzeit nicht öffnen. Wenn ihr Fragen habt, oder ihr Themen vertiefen wollt: Bitte schickt mir ein WhatsApp und wir machen uns einen virtuellen Termin aus.

Liebe Grüße und xund blieba
Kornelia

Langsam geht es wieder los

Schön sind sie, die Ferien. Voller Sonnenschein, Spiel, Spaß und Erholung. Das tut Körper und Geist gut.

Doch nun richtet sich die Aufmerksamkeit wieder in Richtung Schulanfang. Wer es bis jetzt noch nicht gemacht hat, sollte spätestens morgen die Unterlagen hervorkramen und den Schulstoff der wichtigen Fächer wiederholen. Was sitzt noch? Wo muss nochmals genau hingeschaut werden? Damit es ein guter Start wird, solltet ihr nun täglich eine konzentrierte Stunde arbeiten. Die 10 – 15 Minuten 4 Tage in der Woche wie besprochen macht ihr bestimmt schon länger, oder?

Schöne Ferien!

Ich wünsche euch einen wunderbaren, erholsamen Sommer – den habt ihr euch verdient! – und freue mich auf ein Wiedersehen ab Anfang September.

Wenn ihr die Stundenpläne habt am besten gleich melden, dann ist der für euch passende Termin noch frei. 🙂

Vokabeln lernen und behalten

Eine Frage, die ich immer wieder höre ist: „Wie kann ich es schaffen, dass ich mir die Vokabeln merke?“ Diese Frage kommt von Schülerinnen und Schülern von denen ich weiß, dass sie die Vokabeln lernen. Beim Test oder bei der Schularbeit sind sie aber trotzdem wie weggeblasen und das liegt nicht nur an der Nervosität.

Hier einige Tipps:

Wiederholen!
Unser Gehirn ist leider so gebaut, dass es neu Gelerntes sehr schnell wieder vergisst. Du hast also eine Stunde investiert, um die Vokabeln zu lernen, nach nochmal einer Stunde ist die Hälfte wieder weg. Das ist normal! Vokabeln müssen nicht nur gelernt, sondern immer wieder wiederholt werden. Wie man das macht hängt ganz davon ab, wie man am sich beim Lernen am Wohlsten fühlt. Manche schreiben die Vokabeln gerne selbst auf, für jene eignen sich vielleicht Listen. Wieder andere arbeiten gerne mit den Händen, denen empfehle ich einen Karteikasten und Kärtchen. Und wieder andere erledigen alles am liebsten mit dem Handy oder am Computer. Für jene eignet sich z. B. Quizlet oder Memorion.

Verstehen!
Ob es nun das neue Thema bei Mathe, die Formel für Physik oder eben neue Vokabeln sind: Wenn ich nicht weiß was das bedeutet, kann ich es mir nicht merken und auf gar keinen Fall richtig anwenden. Darum sollen Vokabeln hin und retour sitzen. Bedeutet: Von der Fremdsprache in die Muttersprache und umgekehrt. Noch besser und von vielen Lehrer*innen auch bei Tests verlangt ist es, dass Vokabeln in der Fremdsprache umschrieben werden müssen. Dazu muss ich einfach ganz genau wissen, was die Vokabel bedeutet.

Gebrauchen!
Setze die neuen Vokabeln so oft wie möglich ein. Lauf durchs Haus und sag dir jene fünf Vokabeln vor, die nur schwer in deinen Kopf hinein wollen. Schreibe eine kurze Geschichte, in der du die Vokabeln einsetzt. Unterhalte dich mit dir selbst und versuche, die Vokabeln zu verwenden.

Wiederholen!
Hab ich das schon erwähnt? 😉 Übrigens: Das gilt auch für die Vokabeln der letzten Lektion, die schon beim Vokabeltest abgeprüft wurden. Wenn die nicht mehr eingesetzt werden, dann gehen sie auch wieder verloren. Und das Sprachenlernen baut einfach auf dem vorher Gelernten auf.

Wiederholung von Vokabeln, die schon gut sitzen, kann ja auch mittels Filmen, Serien, Podcasts, Büchern, Chats passieren. Dann geht das, ohne dass man es merkt. (Die Beispiele hier sind für die englische Sprache. Ich habe auch Tipps für Französisch und Spanisch, einfach fragen.)

Das klingt jetzt nach mehr Arbeit als es tatsächlich ist. Sie garantiert aber, dass die Vokabeln auch wirklich gekonnt werden. Lieber ein wenig mehr als sinnlose Arbeit. Und es ist ja nicht sehr sinnvoll, wenn man Zeit und Mühe ins Lernen steckt, nur um sich nachher bei Test oder Schularbeit zu fühlen, als ob man nichts getan hätte.

Halbzeit!

Nach arbeitsreichen Wochen und einem Endspurt ist es gut, dass das erste Halbjahr nicht nur mit der Schulnachricht, sondern auch mit ein paar freien Tagen abschließt. Wir haben Zeit zum Verschnaufen, können nochmal auf die erste Hälfte des Schuljahres zurückblicken und uns überlegen:

Was war gut? Was werde ich im zweiten Halbjahr genau so machen?
Was war nicht so gut? Was möchte ich im zweiten Halbjahr ändern? Und wie?

Die Schulnachricht kann dabei eine gute Hilfestellung leisten. Wo hats geklappt, wo nicht so gut? Genau dazu ist sie auch da. Sie ist da, um Eltern und Schüler zu informieren, wie es bisher läuft. Wo vielleicht ein bisschen mehr Anstrengung oder Hilfe gut wäre oder auch, wo es gut läuft. Doch für Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie bildet eine Schulnachricht nicht unbedingt ab, wo sie sich mehr anstrengen sollten, denn hinter jeder Note steckt unheimlich viel Anstrengung. Jede positive Note sagt hier laut und deutlich: „Sei stolz auf dich!“ So viel Fleiß, Ehrgeiz und Können steckt in euren Noten, das können sich andere gar nicht vorstellen.

Ich wünsche euch allen eine gute Ferienwoche mit einem kurzen Blick zurück ins erste Halbjahr, mit viel Entspannung und Freude und dann, ganz zum Schluss, mit neuer Motivation fürs zweite Halbjahr!

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